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Unterteilung in Akt, Sequenz, Szene und Einstellung (Film)

Akt

Ein Film wird aus dramaturgische Gründen in Akte unterteilt, die sich auf die Handlung beziehen. Jeder Film ist quasi eine Reise des Helden mit verschiedenen Stadien. Dem Aufbruch, dem Weg und dem Erreichen des Ziels. Das sind z.B. die Akte eines Films.

Sequenz

Eine Sequenz beschreibt eine Gruppe aus aufeinanderfolgenden Filmeinstellungen, die grafisch, räumlich, zeitlich, thematisch, szenisch oder unter Aspekten der Personenkonstellation einander zugehörig sind und durch einen in sich abgeschlossenen filmischen Abschnitt eine Phase in der Entwicklung der Erzählung dokumentieren. Eine Sequenz grenzt sich von benachbarten Sequenzen üblicherweise durch Auf- und Abblenden, Establishing Shots oder musikalische Markierungen ab und ist eng mit der Szene verwandt.

Szene

Eine Szene wird in einem Drehbuch ganz klar durch Raum und Zeit definiert. Diese werden im Drehbuch durch eine Szenenüberschrift gekennzeichnet (Quelle: „Das Drehbuch im Hollywoodformat“ von Martin Schabenbeck). Spielt die Handlung am gleichen Ort, aber zu einem anderen Zeitpunkt, handelt es sich um eine neue Szene. Spielt die Handlung zur gleichen Zeit an einem anderen Ort, handelt es sich um eine neue Szene. Bewegt sich die handelnde Person von einem Raum eines Hauses in den nächsten Raum und die Kamera folgt, handelt es sich um eine neue Szene. Wenn die Kamera im Raum bleibt und wir nur akustisch die Person im Off hören, handelt es sich nicht um eine neue Szene (Quelle: „Szenische Auflösung“ von Heiko Raschke).

Einstellung

Eine Einstellung bezieht sich grob gesehen auf die Kameraregie – die Einstellung der Kamera innerhalb einer Sequenz. Mehrere Kamera´s die die gleiche Handlung filmen sind Teile der gleichen Regieeinstellung. Wird die Kamera umgestellt und filmt die darauffolgenden Minuten am selben Ort, ist das eine neue Einstellung der selben Sequenz. Kommen wir auf das Beispiel der Traumszene zurück ist jedes Traumereignis (Bild) eine andere Einstellung.

Ein weiteres Beispiel wäre eine Kriegsszene, in der die unterschiedlichen Bilder der kämpfenden verschiedene Einstellungen der selben Sequenz ist, Einzelhandlungen wie den Kampf der Anführer gegeneinander sind ebenfalls eine eigene Sequenz. Das Aufmaschieren der Krieger oder deren Abgang aber könnten zur selben Szene gehören. Das wäre dann z.b. die Kriegsszene. Solche Kriegsszenen sind meisst emotional besonders dramatisch und daher ein wichtiger Punkt innerhalb eines Aktes. Eine Einstellung ist kürzer oder entspricht einer Sequenz. Moderne Formen der Einstellung wäre ein Long Shot, d.h. die Einstellung wird nicht durch mehrere Kameras gesplittet, weil sie in einem Rutsch via Stadicam gedreht wird indem er den Personen folgt. In dem Fall besteht die ganze Sequenz aus einer Einstellung.

Fazit:

  • Ein Film hat mehrere Akte
  • jeder Akt hat mehrere Sequenzen
  • jede Sequenz unterteilt sich in Szenen
  • jede Szene beinhaltet mehrere Einstellungen