Es gibt Sonderfahrten – und es gibt Sonderfahrten der besonderen Art. Dieses Jahr haben wir unser X‑Mas Special nicht einfach irgendwo fotografiert. Nein. Wir wurden von der Landeseisenbahn Lippe e. V. eingeladen, in einem Speisewagen zu shooten, der von innen aussieht wie direkt aus dem Mord im Orientexpress herausgerollt. Ein Angebot, das man nicht ablehnt. Nicht mal, wenn man eigentlich schon genug Chaos im Kalender hat.
Also: Einladung angenommen, Team zusammengetrommelt, Kostüme organisiert – und dann ging es los. Zumindest theoretisch.
Kostümchaos, wie es nur an Weihnachten passieren kann
Wir brauchten viele Leute in passenden Outfits. Und zum Glück haben sich viele angeschlossen. Wirklich viele. So viele, dass die Wahrscheinlichkeit stieg, dass irgendwas schiefgeht. Und natürlich ging etwas schief.
Zwei Kostüme blieben irgendwo zwischen „UPS hat’s“ und „UPS hatte es mal“ hängen. Also nachts noch Freunde angerufen, Kleiderschränke geplündert, Improvisationstalent aktiviert.
Und als wir dachten, wir hätten alles – blieb bei 13 Personen ein Kostüm einfach zuhause liegen. Natürlich.
Zum Glück rettete uns der Verein mit einer originalen Schaffnerjacke samt Mütze. Poirot hätte applaudiert.

Dekoration im Express‑Tempo
Der Speisewagen war schon wunderschön – aber wir durften ihn neu dekorieren. Und wenn man uns lässt, dann lassen wir uns nicht lumpen.
- Extra angefertigte Gestecke
- Silberbesteck und Schalen vom Flohmarkt
- Ein Tresen, der mit roter Pappe plötzlich wirkte wie frisch aus einem 30er‑Jahre‑Krimi
- Und ein Weihnachtsmann, dessen Hose wir mit Decken ausstopften, während wir die Schuhe mit Stöcken an der Hose befestigten
Kurz gesagt: Es sah fantastisch aus. Und ein bisschen verrückt. Also genau richtig.
Poirot betritt den Wagen
Natürlich durfte Hercule Poirot nicht fehlen. Schließlich braucht ein Mord im Orientexpress – oder zumindest ein X‑Mas‑Special, das so tut, als wäre einer passiert – seinen Meisterdetektiv.
Er hat die Ermittlungen aufgenommen. Und wir haben ihn dabei tatkräftig unterstützt. Mit Sekt. Und sehr viel Gelächter.
Die Fahrt ins Grüne – und der Nebel des Grauens
Zwei Vereinsmitglieder fuhren uns dann noch ins Grüne, damit wir das große Foto machen konnten. Auf dem Rückweg hielten wir an einer Schranke, packten die Nebelmaschine aus und erzeugten eine Szene, die so dramatisch war, dass selbst die Feuerwehr kurz informiert werden musste, damit niemand denkt, die Lok brenne.
Hier wurde wirklich an alles gedacht.
Ein Wagen, ein Team, ein Abend voller Gaudi
Das Schönste: Alle haben mitdekoriert. Alle haben mit angepackt. Und so bekam der Speisewagen einen Look, den es so nur einmal gibt.
Essen wurde auch gemacht – jeder brachte etwas mit. Schließlich musste es zeitlich und atmosphärisch zu Agatha Christie passen. Und das tat es.
Am Ende hatten wir nicht nur ein Foto, sondern einen ganzen Abend voller Geschichten, Chaos, Lachen und diesem besonderen Gefühl, das nur entsteht, wenn viele Menschen gemeinsam etwas Verrücktes auf die Beine stellen.
Endstation Weihnachten – und der Orientexpress hat uns sicher dorthin gebracht.
Poirot ermittelt noch. Wir feiern schon.
















































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